Wasseraufbereitung

Inbetriebnahme neuer Wärmenetze

  • Analyse Ihrer Trinkwasserqualität.
  • Erarbeitung einer Empfehlung zur Aufbereitung Ihrer Netzwasserqualität.
  • Aufbereitung und Bereitstellung des Netzwassers nach Ihren Wünschen.

Stiefkind Wärmenetzwasser

  • Häufig werden Wärmenetze mit Leitungswasser betrieben.
  • Netzbetreiber kontrollieren meist nur den Netzdruck und die Wärmeübergangsleistung.
  • Bezahlt wird diese Nachlässigkeit in der Regel nach 1 – 2 Jahren mit dem Austausch verstopfter Wärmetauscher und verschlissener Pumpen.
  • Netzwasser kann jedoch nur dann seine Aufgaben voll erfüllen, wenn wichtige Qualitätsanforderungen erfüllt sind.

wasseraufbereitung

Service am Wärmenetz

  • Prüfung der Netzwasserqualität (Wasseranalyse mit Handlungsempfehlung).
  • Reinigung von Filtern.
  • Chemische Reinigung von Platten- und Abgaswärmetauschern.
  • Mechanische Reinigung von Abgaswärmetauschern mit Hochdruckreiniger und Flaschenbürste.

Anforderung des Netzwassers an Betreiber

pH-Wert Bestimmung
Der pH-Wert gibt an, ob ein Wasser sauer,neutral oder alkalisch reagiert. Ein neurales Wasser bezogen auf 25°C hat den pH-Wert 7. Unter 7 bis 0 wird das Wasser zunehmend sauer, über 7 bis 14 zunehmend alkalisch.

Prüfung der Gesamthärte
Die Bestimmung der Gesamthärte in einem für Netzwasser bestimmtem Rohwasser gibt Auskunft über alle im Wasser vorhandenen Calcium- und Magnesiumionen, ausgedrückt in CaO/l. Sie umfasst die Nichtcarbonat- und die Karbonathärte. Die Härtebildner werden im Wasser durch Chemikalienzusatz bei 80-95°C in den unlöslichen Zustand überführt und als Schlamm ausgefällt. Um Ausfällungen von vornherein zu umgehen, empfiehlt sich die vorherige Aufbereitung durch Ionenaustausch, wobei Härtebilder wie Calciumclorid oder Magnesiumclorid zu harmlosem Natriumclorid umgesetzt werden. Karbonathärte wie zum Beispiel Calcium- und Magnsiumhydrogenkarbonat werden zu Natriumhydrogencarbonat umgewandelt. Im Falle eines hohen Anteils an Karbonathärte im Rohwasser, kann eine Vollentsalzung ratsam sein.

Wasserwerte
Die Qualitätsanforderungen an das Netzwasser werden durch Werte ausgedrückt, deren Einhaltung nach dem heutigen Kenntnisstand einen störungsfreien Dauerbetrieb gewährleisten. Hierzu gehören pH-Wert, Leitfähigkeit (Salzgehalt), Sauerstoffgehalt, Phosphatgehalt sowie
organische Substanzen.

Phosphatbestimmung
Unter der Bezeichnung Trinatriumphosphat wird Na3PO4 im Betrieb von Heizwasserkreisläufen als Dosierlösung eingesetzt, um mögliche Härtebilder zu binden und gleichzeitig das Netzwasser zu alkalisieren. Eine Menge von 10-15mg/l sollten jedoch nicht überschritten werden und ist von Zeit zu Zeit zu überprüfen.

Sauerstoffbindungskapazität
An fast allen Korrosionserscheinungen im Fernwärmenetz, einerlei ob es sich dabei um gleichmäßige Abtragungen an der Oberfläche oder um Zerstörung des Werkstoffes durch Lochfraß handelt, ist der Sauerstoff mehr oder weniger beteiligt. Die Sauerstoffwerte sollten daher im Netzwasser auf 0,02mg/l begrenzt werden. Um dieses zu erreichen empfiehlt sich der Einsatz von Nartiumsulfit Na2SO3. Dieses kann zusammen mit Natriumphosphat dosiert werden. Es reagiert mit Sauerstoff zu Na2SO4 und sollte 10mg/l nicht überschreiten.

Filtration
Netzwasser kann organische Substanzen sowie auch Schlamm durch Ausfällungen oder Rostteilchen mitführen, die sich dann gerne in Plattenwärmetauschern absetzen. Eine Filtration im Bypassverfahren kann hier Abhilfe schaffen, gleichzeitig kann durch Kombination auch eine Nachenthärtung erfolgen. Generell ist ein Schmutzfilter vor jedem Plattenwärmetauscher zu empfehlen.

Einstellung des Salzgehaltes mit Umkehrosmose
Bei der Wasseraufbereitung durch Ionenaustausch entstehen zwangsläufig immer auch Salze, wie Natriumhydrogencarbonat und Natriumclorid. Bei sehr hartem Rohwasser oder wiederholtem Nachspeisen von Rohwasser ins Netz, kann dies zu erhöhten Salzgehalten führen oder auch zu Sodaspaltungen im Netzwasser, wobei Co2 freigesetzt wird, was wiederum zu Lochfraß führen kann. Ein Herabsetzten des Salzgehaltes kann durch Nachspeisen von Umkehrosmose-Wasser erfolgen. Für Neubefüllungen ist der Einsatz von Umkehrosmosewasser generell zu befürworten.

wasserfilter